Stoffe aus natürlichen Materialien wie Baumwolle, Leinen, Hanf, Seide oder Wolle stammen meist aus den Ländern der sogenannten 3. Welt. Das liegt zum einen daran, dass dort die Rohstoffe zur Herstellung dieser Stoffe wachsen bzw. vorhanden sind und zum anderen, weil hier die Produktion viel günstiger ist als in den modernen Industriestaaten.
In den letzten Jahren achten immer mehr Menschen auch beim Kauf von Kleidung, Gardinen und anderen Stoffen aus Naturmaterialien auf das Bio- oder Fair Trade-Siegel. Denn dies bedeutet, dass diese Stoffe unter sozial fairen Bedingungen entstanden sind, als keine Kinderarbeit, keine Verwendung gesundheitsschädigender Pflanzenschutzmittel, faire Bezahlung und umweltfreundlicher Anbau und Weiterverarbeitung der Textilien. Diese Qualitätsansprüche haben sich inzwischen auch bis in die Raumgestaltungs- und Sonnenschutzbranche verbreitet.
Denn niemand möchte für das Kinderzimmer ein Plisseerollo kaufen, für das Kinder in China oder Indien schwer schuften mussten und nicht in die Schule gehen oder spielen konnten. Und wer mit einem wirksamen Sonnen- und Wärmeschutz am Fenster Energiekosten sparen und damit auch die Umwelt schonen möchte, wird sich wohl kaum für Dachfensterrollos begeistern können, die mit Schadstoffen und Chemikalien belastet sind. Schon seit vielen Jahren gibt es also auch für Textilien, die nicht auf der Haut getragen werden, eine Schadstoffprüfung.
Die derzeit geläufigste in Deutschland ist der „ÖkoTex Standard 100“, bei dem alle Textilhersteller ihre Produkte auf Schadstoffe hin überprüfen und bei Bestehen ihre Schadstofffreiheit mit dem Siegel bestätigen lassen können. Ebenso kann man aber auch auf internationale Gütesiegel, wie das „Fair Trade Certified Cotton“, die „Global Organic Textile Standard“ (GOTS) und das „BEST“-Siegel achten, die jeweils umweltfreundliche und menschenwürdige Produktionsverfahren bescheinigen.
Fragen Sie auf jeden Fall immer nach, ganz gleich ob Sie Polstermöbel, Teppiche, Fensterdeko oder sonstige Wäsche für den Haushalt kaufen.